
Figürchen als Anhänger (Hungaan) - EO.0.0.19988
4th quarter of the 19th century. Elephant ivory. RD Congo. Registered in 1917. Collected before 1897.
Diese Figuren der Hungaan wurden Djendere oder Konda-konda genannt. Sie wurden als Anhänger getragen, manche von Frauen, andere von wichtigen Männern. Die Figuren erfüllten eine apotropaische (beschützende) Funktion und förderten die weibliche Fruchtbarkeit. Diese Problematik illustrierten sie aus dem besonderen Blickwinkel des Todes und des wiedergeborenen Lebens. Bei den Hungaan ist der Tod lediglich eine Etappe auf dem Weg zur Wiedergeburt der Seele. Die Ikonografie dieser delikaten Figuren verweist zweifellos auf den Reinkarnationszyklus.
Dieses Exemplar kombiniert scheinbar die Fötushaltung mit dem unverkennbar gewölbten Bauch einer schwangeren Frau und mit der Haltung der Toten (die Verstorbenen wurden früher mit angewinkelten Beinen begraben).