
Maske (halb Mensch, halb Tier) (Luba) - EO.0.0.23470
2nd quarter of the 19th century. Wood (Ricinodendron rautanenii). RD Congo. Registered in 1919. Collected by O. Michaux from Luulu village (1896).
Diese Maske ist schlicht das Meisterwerk aus den ethnografischen Sammlungen des Museums. Der Künstler war derart talentiert, dass zahlreiche Imitatoren Kopien von seiner Schöpfung anfertigten, die allerdings dem Original nicht ebenbürtig waren. Es ist möglich, dass der Bildhauer und der Auftraggeber aus verschiedenen Gegenden stammten.
Bei Betrachtung der Büffelhörner (Elemente aus der Tierwelt) wurden verschiedene Hypothesen über den Gebrauch der Maske geäußert. Manchen Stimmen zufolge verweist die Ikonografie auf mythische Personen, die mit dem Büffel assoziiert werden. Wenn man diesen Stimmen Glauben schenken darf, stammte die Maske aus der Bambudye-Gesellschaft, deren Mitglieder als Hüter der Erinnerungen galten.
Andere denken, dass die Hörner, die das Gesicht umrahmen, bestimmte Riten von Jagdgesellschaften widerspiegeln.
Wiederum andere vertreten die Ansicht, dass die Maske mit ihren tierischen und menschlichen Formen auf eine bei bestimmten Kulturen (vor allem bei den Luntu und den westlichen Luba) etablierte Ikonografie verweist. Ihre Maskenhelme mit gekrümmten Hörnern stehen mit Gesellschaften im Zusammenhang, die mit der politischen Macht verflochten sind.